EBITDA des Geschäftsjahres 2018 fällt wegen noch nicht erhaltener Versicherungsleistungen voraussichtlich niedriger aus als prognostiziert

Kontakt

Wacker Chemie AG
Hanns-Seidel-Platz 4
D-81737 München

Jörg Hoffmann
Tel. +49 89 6279-1633
E-Mail

Zusatzinformationen

ISIN: DE000WCH8881
WKN: WCH888
Deutsche Boerse: WCH
Ticker Bloomberg CHM/WCK.GR
Ticker Reuters CHE/WCHG.DE
Zulassung: Amtlicher Markt (Prime Standard), Frankfurter Wertpapierbörse

Disclaimer:

Diese Veröffentlichung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

Dieses Dokument enthält (in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte) ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WACKER sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen finden sich im Geschäftsbericht 2017 der Wacker Chemie AG, der unter www.wacker.com abrufbar ist.

Die Inhalte dieser Veröffentlichung sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z.B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.

Die Original-Meldung zu diesem Chemie Unternehmen finden Sie unter https://www.wacker.com/cms/de/investor-relations/financial-info/adhoc-ir/adhoc-detail_99008.jsp?rssid=99008

Weiterlesen

WACKER stärkt Spezialitätenportfolio mit weltweitem Ausbau der Produktionskapazitäten für Siliconkautschuk

Siliconkautschuk gehört derzeit zu den gefragtesten Hochleistungswerkstoffen in der Industrie. „Silicone sind extrem leistungsfähig. Sie ermöglichen innovative Produktlösungen und sind wegen ihres einzigartigen Eigenschaftsprofils aus vielen Schlüsselbranchen wie der Automobil-, Medizin- und Elektroindustrie nicht mehr wegzudenken“, sagt Robert Gnann, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER SILICONES. „Überdurchschnittliches Wachstum wird getrieben durch die Trends zu Hybridautos, zur Elektromobilität und zur Digitalisierung sowie zur dezentralen alternativen Stromerzeugung durch Wind und Solarenergie. Damit leisten wir einen erheblichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und folgen der Strategie, einen klaren Fokus auf den Ausbau der Spezialitäten in unserem Portfolio zu setzen.

Durch Kapazitätserweiterungen in den vorgelagerten Produktions-stufen und in der Endfertigung wird WACKER die Verfügbarkeit und den Service für seine Kunden von Siliconkautschuk in nächster Zeit deutlich verbessern. Von den Ausbaumaßnahmen profitieren alle Produktgruppen im Festsiliconbereich. Bereits im April dieses Jahres hatte der Konzern in Jincheon, Südkorea, eine neue Produktions-stätte für Silicondichtstoffe und wärmeleitfähige Siliconmassen in Betrieb genommen. Angelaufen ist auch die Produktion von raumtemperaturvernetzenden Siliconelastomeren und Flüssigsiliconkautschuken im indischen Amtala, wo WACKER in einem Joint Venture mit Metroark Silicone fertigt.

2019 plant der Chemiekonzern an seinen Produktionsstandorten Burghausen (Deutschland), Adrian (US-Bundesstaat Michigan) und Zhangjiagang (China) Kapazitätszuwächse bei Flüssigsiliconkautschuk, hoch- und raumtemperaturvernetzenden Siliconen und bei wärmeleitfähigen Siliconmassen. WACKER prüft derzeit auch den Bau einer Produktionsanlage für Festsilicon am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. WACKER stellt dort bereits seit 2016 polykristallines Silicium her. Eine Anlage zur Produktion von hochdisperser Kieselsäure, ein wichtiger Füllstoff zur Herstellung von Festsilicon, wird im nächsten Jahr dort in Betrieb gehen.

Siliconkautschuk

Siliconkautschuke bestehen im wesentlichen aus Siliconpolymeren und Füllstoffen. Durch die Vernetzung mit geeigneten Reaktionspartnern entstehen dreidimensionale Strukturen, welche die anfangs fließfähige bzw. plastische Kautschukmischung in einen elastischen Gummi überführt. Siliconkautschuke sind hitzebeständig, kälteflexibel und alterungsresistent (UV, Ozon, Strahlung). Sie lassen sich leicht verarbeiten und besitzen eine gute Mechanik, die über einen großen Temperaturbereich beständig bleibt. Siliconelastomere werden unter anderem im Fahrzeug- und Maschinenbau, in der Elektronik und Elektrotechnik, in Textilien, Babyartikeln, Spielzeug, Haushaltsgeräten und Sportartikeln sowie in der Bauindustrie eingesetzt. Das Siliconkautschuk-Portfolio von WACKER umfasst rund 1.000 Produkte.

WACKER SILICONES

WACKER SILICONES ist einer der weltweit größten Hersteller von Siliconen mit rund 3.000 hochspezifischen und innovativen Produkten. Die Palette reicht von siliconbasierten Ölen, Emulsionen, Harzen, Elastomeren und Dichtstoffen über Silane und silantermi-nierte Polymere bis hin zu pyrogener Kieselsäure. Die Produkte zeichnen sich durch ein erhebliches Wertschöpfungspotenzial für die Kunden aus, da sie Wert und Leistungsfähigkeit von deren Endprodukten steigern. Silicone von WACKER SILICONES finden unter anderem Verwendung in den Bereichen Automobil, Bau, Chemie, Kosmetik, Medizintechnik, Energie und Elektronik, Papier und Textil. Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete WACKER SILICONES rund 45 Prozent des Konzernumsatzes.

Die Original-Meldung zu diesem Chemie Unternehmen finden Sie unter https://www.wacker.com/cms/de/press_media/press-releases/pressinformation-detail_98433.jsp?rssid=98433

Weiterlesen

WACKER benennt neu erworbene Pharmaprotein-Produktion SynCo Bio Partners B.V. in den Niederlanden in Wacker Biotech B.V. um

„Die Namensänderung in Wacker Biotech B.V. ist der nächste wichtige Schritt, um die Integration von SynCo Bio Partners in den WACKER-Konzern weiter voranzutreiben. Die beiden bislang getrennten Unternehmen bilden jetzt auch namentlich eine Einheit und sind ein neuer, starker Partner im Bereich der mikrobiellen Lohnherstellung“, sagt Dr. Susanne Leonhartsberger, Geschäftsführerin der Wacker Biotech GmbH. Die Umbenennung in Wacker Biotech B.V. tritt am 1. November 2018 in Kraft. „Auch für die Mitarbeiter in Amsterdam ist dies ein wichtiger Meilenstein. Die Umbenennung dokumentiert sichtbar ihre Zugehörigkeit zu WACKER“, ergänzt Dr. Jörg Lindemann, Geschäftsführer der Wacker Biotech B.V..

Der Produktionsstandort in Amsterdam beschäftigt rund 110 Mitarbeiter und verfügt über zwei Fermentationslinien sowie eine Linie mit Einwegfermentern und eine Fill-and-Finish-Anlage. Darin werden pharmazeutische Wirkstoffe für die klinische Prüfung, aber auch für die Marktversorgung hergestellt. „Durch die Übernahme von SynCo Biopartners haben wir als Hersteller von biopharmazeutischen Proteinen unsere Marktposition nachhaltig gestärkt“, sagt Leonhartsberger. Der WACKER-Konzern hat dadurch sein Technologie- und Dienstleistungs-Portfolio sowie seine Möglichkeiten erweitert, biopharmazeutische Proteine kosteneffizient herzustellen. Zudem haben sich durch die Akquisition die Produktionskapazitäten von WACKER für Pharmawirkstoffe verdoppelt. Eine wertvolle Ergänzung des Know-hows von WACKER als Vollservice-Anbieter ist die Kompetenz von SynCo Bio Partners bei der Produktion von Biopharmaka mit Lebendbakterien. Diese stellen eine vielversprechende neue Wirkstoffklasse dar, die innovative Therapien für schwere Erkrankungen und neue Impfstoffe ermöglicht, beispielsweise gegen Cholera. Branchenexperten prognostizieren für den globalen Biopharmazeutika-Markt bis zum Jahr 2025 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 13,8 Prozent.

Über Wacker Biotech

Die Wacker Biotech GmbH und die Wacker Biotech B.V. sind Voll-service-Auftragshersteller von biopharmazeutischen Proteinen auf der Basis mikrobieller Systeme. Das Leistungsspektrum der Unternehmen reicht von Molekularbiologie, Analytik und Prozessentwicklung bis hin zu GMP-gerechter Herstellung von Produkten für klinische Prüfungszwecke sowie Pharmawirkstoffen, Lebendbakterien und Impfstoffen zur kommerziellen Marktversorgung in den GMP-gerechten, FDA- und EMA-zertifizierten Produktionsanlagen in Jena und Halle sowie im niederländischen Amsterdam. Wacker Biotech zeichnet sich insbesondere durch seine proprietären Technologien aus, die den Bedürfnissen des Marktes nach kostengünstiger Produktion und höchster Qualität Rechnung tragen. Die Wacker Biotech GmbH und die Wacker Biotech B.V. sind 100-prozentige Tochtergesellschaften des WACKER-Konzerns.

Weiterführende Informationen im Internet:
https://www.wacker.com/biologics

Die Original-Meldung zu diesem Chemie Unternehmen finden Sie unter https://www.wacker.com/cms/de/press_media/press-releases/pressinformation-detail_97344.jsp?rssid=97344

Weiterlesen

Nach den ersten neun Monaten rechnet WACKER im Gesamtjahr 2018 unverändert mit höherem Umsatz und EBITDA

Gegenüber dem Vorquartal (1.329,9 Mio. €) ist der Umsatz mengenbedingt um 7 Prozent zurückgegangen, vor allem auf Grund der aktuellen Marktschwäche im Solargeschäft. Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorquartal (260,5 Mio. €) ebenfalls um 7 Prozent gesunken. Für die drei Monate Juli bis September 2018 ergibt sich im WACKER-Konzern eine EBITDA- Marge von 19,4 Prozent (Q3 2017: 22,7 Prozent). Im Vorquartal hatte sie 19,6 Prozent betragen.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 3. Quartals 2018 beträgt 106,5 Mio. € (Q3 2017: 155,3 Mio. €). Das entspricht einer EBIT-Marge von 8,6 Prozent (Q3 2017: 11,8 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 68,9 Mio. € (Q3 2017: 104,2 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie beträgt 1,31 € (Q3 2017: 2,04 €).

Seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2018 hat WACKER bestätigt. Das Unternehmen erwartet den Konzernumsatz 2018 unverändert um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz höher als im Vorjahr (4.924,2 Mio. €). Das EBITDA wird gegenüber dem Vorjahr (1.014,1 Mio. €) voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentwert wachsen. Beim Konzernjahresüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten rechnet WACKER mit einem deutlichen Anstieg.

„Unser Geschäft war im 3. Quartal von unterschiedlichen Trends bestimmt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. „Unsere Chemiebereiche haben in der Summe sowohl ihren Umsatz als auch das EBITDA gegenüber dem Vorjahr kräftig gesteigert. Deutlich schwieriger war dagegen das Umfeld für WACKER POLYSILICON. Insgesamt sind die Perspektiven für WACKER im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus aber anhaltend positiv. Unser Chemiegeschäft entwickelt sich sehr gut und die Wachstumspotenziale für die Photovoltaik sind trotz der vorübergehenden Marktschwäche ungebrochen hoch – auch und gerade vor dem Hintergrund der globalen klimapolitischen Herausforderungen. Wir erwarten deshalb unverändert, dass der Konzernumsatz und das EBITDA im Gesamtjahr 2018 wachsen werden.“

Regionen

Im 3. Quartal 2018 hat WACKER den Konzernumsatz mit Ausnahme von Asien in allen Regionen weiter ausgebaut. Dort ging der Umsatz wegen der geringeren Absatzmengen bei Polysilicium um 24 Prozent auf 407,8 Mio. € (Q3 2017: 536,4 Mio. €) zurück. In Europa lag der Umsatz mit 542,4 Mio. € um 6 Prozent über Vorjahr (511,5 Mio. €). In der Region Amerika stieg der Umsatz auf 232,0 Mio. € (Q3 2017: 207,0 Mio. €). Das ist ein Plus von 12 Prozent.

Investitionen und Netto-Cashflow

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im 3. Quartal 2018 auf 121,6 Mio. € (Q3 2017: 74,9 Mio. €). Das sind 62 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Mittel gingen vor allem in den Ausbau der Kapazitäten für Silicon- und Polymerprodukte.

Der Netto-Cashflow war im 3. Quartal 2018 mit 13,2 Mio. € leicht posi-tiv (Q3 2017: 205,3 Mio. €). Die wesentlichen Ursachen für den starken Rückgang sind die deutlich höheren Auszahlungen für Investitionen, die Reparatur- und Anlaufkosten am Standort Charleston sowie der Anstieg des Working Capital.

Mitarbeiter

Die Zahl der bei WACKER weltweit Beschäftigten ist im Berichtsquartal leicht gewachsen. Zum Stichtag 30. September 2018 waren im Konzern 14.407 (30.06.2018: 14.270) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. An den WACKER-Standorten in Deutschland arbeiteten zum Ende des Berichtsquartals 10.232 (30.06.2018: 10.156) Beschäftigte, an den internationalen Standorten waren es 4.175 (30.06.2018: 4.114) Mitarbeiter.

Geschäftsbereiche

WACKER SILICONES hat im 3. Quartal 2018 einen Gesamtumsatz von 634,9 Mio. € erzielt (Q3 2017: 559,3 Mio. €). Das ist ein Plus von 14 Prozent. Bessere Preise, aber auch gestiegene Absatzmengen bei Spezialprodukten und damit einhergehend ein besserer Produktmix sind für diesen Zuwachs verantwortlich. Im Vergleich zum Vorquartal (653,8 Mio. €) ist der Umsatz des Bereichs dagegen um drei Prozent zurückgegangen. Hier machten sich unter anderem saisonale Effekte bemerkbar. Das EBITDA des Geschäftsbereichs lag im Berichtsquartal mit 173,4 Mio. € um 36 Prozent über Vorjahr (128,0 Mio. €). Im Vergleich zum Vorquartal (176,6 Mio. €) ging das EBITDA umsatzbedingt um 2 Prozent zurück. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im 3. Quartal 2018 auf 27,3 Prozent nach 22,9 Prozent im 3. Quartal 2017 und 27,0 Prozent im Vorquartal.

Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS liegt im Berichtsquartal mit 338,8 Mio. € um 7 Prozent über Vorjahr (317,9 Mio. €). Höhere Absatzmengen sowie bessere Preise sind die Ursachen für diesen Anstieg. Im Vergleich zum Vorquartal (343,1 Mio. €) sind die Erlöse um 1 Prozent gesunken. Etwas niedrigere Absatzmengen auf Grund der saisonal schwächeren Nachfrage sind die wesentliche Ursache für den leichten Rückgang. Das EBITDA von WACKER POLYMERS summierte sich im 3. Quartal 2018 auf 46,9 Mio. € (Q3 2017: 57,0 Mio. €). Wesentliche Ursache für diesen Rückgang um 18 Prozent sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise. Um dieser Entwicklung zu begegnen, setzt der Geschäftsbereich Preiserhöhungen für seine Produkte um. Im Vergleich zum Vorquartal (32,6 Mio. €) ist das EBITDA um 44 Prozent gewachsen. Im Vorquartal hatten die Auswirkungen einer planmäßigen Anlagenabstellung das Ergebnis gemindert. Außerdem machten sich die insgesamt etwas besseren Preise und die hohe Auslastung der Produktionsanlagen im Berichtsquartal positiv bemerkbar. Die EBITDA-Marge lag im 3. Quartal 2018 bei 13,8 Prozent nach 17,9 Prozent im Vorjahr und 9,5 Prozent im Vorquartal.

WACKER BIOSOLUTIONS erzielte im 3. Quartal 2018 einen Gesamtumsatz von 57,3 Mio. €. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr (53,2 Mio. €) und entspricht dem Niveau des Vorquartals (57,2 Mio. €). Maßgebend für den Anstieg im Jahresvergleich waren höhere Absatzmengen und bessere Preise für einige Produkte. Das EBITDA von WACKER BIOSOLUTIONS liegt im Berichtsquartal mit 6,0 Mio. € um 42 Prozent unter dem Wert des Vorjahres (10,3 Mio. €). Ursachen dafür sind unter anderem gestiegene Rohstoffpreise sowie Integrationskosten und die noch niedrige Auslastung der neuen Biopharma-Produktion in den Niederlanden. Gegenüber dem Vorquartal (5,4 Mio. €) ist das EBITDA dagegen um 11 Prozent gewachsen. Die EBITDA-Marge belief sich auf 10,5 Prozent nach 19,4 Prozent im Vorjahr und 9,4 Prozent im 2. Quartal 2018.

WACKER POLYSILICON hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 173,5 Mio. € erzielt. Das sind 49 Prozent weniger als im Vorjahr (341,7 Mio. €) und 28 Prozent weniger als im Vorquartal (242,1 Mio. €). Die wesentlichen Ursachen für diesen starken Rückgang sind deutlich niedrigere Absatzmengen und geringere Durchschnittspreise für Polysilicium. Die Anfang Juni bekanntgegebene Entscheidung Chinas, im laufenden Jahr die Einspeisevergütung zu drosseln und den Zubau von Photovoltaikanlagen zu deckeln, bremste die Nachfrage nach Solarmodulen. Das hat auch dazu geführt, dass im Berichtsquartal das Preisniveau für Solarsilicium deutlich niedriger war als im Vorjahr und im Vorquartal. WACKER POLYSILICON hat diese Marktsituation dazu genutzt, um seine Vorratsbestände aufzustocken, um seine Kunden schnell beliefern zu können, sobald die Nachfrage und die Preise wieder anziehen. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON belief sich im Berichtsquartal auf 4,3 Mio. €. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr (85,0 Mio. €) und im Vorquartal (39,1 Mio. €). Zusätzlich zum rückläufigen Umsatz haben die Hochlaufkosten am Standort Charleston die Ergebnisentwicklung gebremst. Von Juli bis September 2018 errechnet sich für den Geschäftsbereich eine EBITDA­Marge von 2,5 Prozent nach 24,9 Prozent im 3. Quartal 2017 und 16,2 Prozent im 2. Quartal 2018.

Ausblick

Die Jahresprognose für den Konzern hat sich gegenüber den Einschätzungen im Bericht zum 2. Quartal 2018 insgesamt nicht geändert. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, dass Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr wachsen werden.

Für die einzelnen Geschäftsbereiche haben sich unsere Einschätzungen wie folgt geändert:

Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES wird auf Grund der starken Kundennachfrage und der besseren Preise das EBITDA im Ge-samtjahr 2018 wahrscheinlich noch etwas stärker steigern als zum Zeitpunkt der Vorlage des Berichts zum 2. Quartal 2018 erwartet. Es wird voraussichtlich leicht über 600 Mio. € liegen (Q2 2018: rund 600 Mio. €). Den Umsatz des Geschäftsbereichs erwarten wir unverändert in der Größenordnung von 2,5 Mrd. €.

Die chinesische Regierung hat Anfang Juni die Einspeisevergütung für Solarstrom teilweise gekürzt und den Netzzugang für Solaranlagen neu geregelt. Das bringt bei WACKER POLYSILICON kurzfristig die Absatzmengen und Preise für Solarsilicium unter Druck und führt dazu, dass der Umsatz und das EBITDA des Geschäftsbereichs im Gesamtjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich jeweils um rund 25 Prozent sinken werden (Q2 2018: Umsatzrückgang um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz, EBITDA um rund 10 Prozent niedriger).

WACKER POLYMERS erwartet im Gesamtjahr 2018 unverändert ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich und ein EBITDA von rund 150 Mio. €.

Für die Kennzahlen des Gesamtkonzerns bestätigen wir die im Geschäftsbericht 2017 bzw. im Bericht zum 2. Quartal 2018 getroffenen Prognosen. Der Konzernumsatz wird im Gesamtjahr voraussichtlich um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz steigen. Das EBITDA soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz über dem Vorjahr liegen. Die EBITDA-Marge erwartet WACKER leicht über dem Vorjahr. Die Abschreibungen liegen mit rund 550 Mio. € deutlich unter Vorjahr. Beim Konzernjahresüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten rechnet WACKER mit einem deutlichen Anstieg. Die Investitionen des Konzerns werden sich nach aktueller Einschätzung im Gesamtjahr 2018 auf rund 450 Mio. € belaufen. Der Netto-Cashflow soll deutlich positiv sein, auf Grund der höheren Investitionen aber deutlich unter dem Vorjahr liegen. Die Nettofinanzschulden werden zum Jahresende 2018 bei rund 500 Mio. € erwartet.

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 3. Quartal 2018 steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.

Die Original-Meldung zu diesem Chemie Unternehmen finden Sie unter https://www.wacker.com/cms/de/press_media/press-releases/pressinformation-detail_97152.jsp?rssid=97152

Weiterlesen

WACKER startet Cystin-Produktion in Spanien

„Mit unseren Investitionen am Standort León haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um unsere Position als weltweiter Markt- und Technologieführer für fermentativ hergestelltes Cystin weiter zu stärken“, erläuterte Dr. Gerhard Schmid, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER BIOSOLUTIONS, die Ausbaumaßnahmen. „Mit den modernisierten Anlagen im Bereich der Fermentation und der neuen Anlage für die Cystinproduktion sind wir optimal gerüstet, um den wachsenden Cystein- und Cystin-Bedarf unserer Kunden sicher zu decken und künftig auch neue fermentativ erzeugte Produkte zu kommerzialisieren.“

Cystin und die daraus hergestellte Aminosäure Cystein werden in der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche breit genutzt, beispielsweise zur Erzeugung von Aromen, um den Teig für Backwaren besser verarbeiten zu können, als Radikalfänger in Kosmetikprodukten oder als Schleimlöser in Hustenmitteln. WACKER stellt als weltweit erstes Unter-nehmen Cystin in einem patentierten biotechnologischen Verfahren durch Fermentation her. Durch die vollständig pflanzlichen und anorganischen Ausgangsprodukte sind das Cystin und Cystein von WACKER rein vegetarisch. Dadurch eignen sie sich besonders für den unbedenklichen Einsatz in Lebensmitteln oder Pharmaprodukten. Im Jahr 2008 hat WACKER für sein innovatives Herstellungsverfahren von Cystein den Umweltpreis des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erhalten.

Über WACKER BIOSOLUTIONS

WACKER BIOSOLUTIONS bietet auf Grundlage fortschrittlicher biotechnologischer Prozesse maßgeschneiderte und innovative Lösungen und Produkte für den Life Science-Sektor. Dazu zählen Pharmaproteine, Cyclodextrine sowie fermentatives Cystin und Cystein. Daneben ergänzen chemische Katalogprodukte wie Acetylaceton und die hochqualitativen Polyvinylacetat-Festharze das Portfolio. Der Geschäftsbereich konzentriert sich auf die Herstellung kundenspezifischer Lösungen für Wachstumsbereiche, wie z.B. Lebensmittelinhaltsstoffe, Pharmawirkstoffe und Agrochemikalien.

Die Original-Meldung zu diesem Chemie Unternehmen finden Sie unter https://www.wacker.com/cms/de/press_media/press-releases/pressinformation-detail_96128.jsp?rssid=96128

Weiterlesen
1 24 25 26